eLearning SUMMIT Hamburg 2014

 

eLearning SUMMIT Tour 2014

Erfolgreiche Premiere in Hamburg

 

Wake-Up-Call:
Quo Vadis eLearning? Zahlen, Fakten und Daten.

Im Jahr 2014 führt das eLearning Journal erneut eine umfassende Marktforschungsstudie mit dem Titel „Lernen im Unternehmen – digitale Medien in der betrieblichen Bildung“ durch. Die Studie wird die eLearning SUMMIT Tour mit Zwischenergebnissen begleiten, welche von Norbert Büning in einem Deutungsrahmen präsentiert werden.

Bereits in Hamburg präsentiert Norbert Büning die ersten Auswertungen der bereits 262 Studienteilnehmer zusammen mit herausragenden Ergebnissen der vorherigen Studie „LMS im betrieblichen Einsatz“. 

Eine der wichtigen Kernaussagen des Wake-Up-Calls war das steigende Interesse an eLearning-Maßnahme, welches sich aus den Studien ableiten lässt, mit einem besonderen Augenmerk auf den Mittelstand, der in der Vergangenheit oftmals noch vor dem Thema „eLearning“ zurückschreckte aber nun zunehmend in den Startlöchern steht. Dies wird besonders deutlich, wenn man die Erwartung der Budgetentwicklung für eLearning in den kommenden Jahren anschaut. Knapp über 60% der befragten Unternehmen gaben an, dass das eLearning-Budget steigen wird. Gerade im Mittelstand wird die Budgetentwicklung positiv angegeben.

Viele weitere spannende Daten und Zahlen aus der Studie und Themen wie Kompetenzmanagement finden Sie der Aufzeichnung des ca. 20-minütigen Wake-Up-Calls: YouTube-Clip.

Best Practice-Reports:
„State of the Art“ der eLearning-Branche:
Projektverantwortliche berichten aus ihrem
Unternehmensalltag

Auch auf der Premiere in Hamburg waren praxisrelevanten Best Practice-Reports wieder ein wichtiger Bestandteil der SUMMIT Tour. Insgesamt berichteten 12 Projektverantwortliche aus unterschiedlichen Branchen über aktuellen Projektergebnisse und machten somit vorhandene regionale und überregionale Kompetenzen sichtbar

Von Person zu Person und von Galatisch zu Galatisch ging während des Vortrags der Drägerwerke der Feuerwehrschutzhelm HPS 7000. Mitgebracht wurde der Helm, der die Feuerwehr bei ihrer lebensgefährlichen Arbeit unterstützt, von den beiden Referenten Göntje Henke von Dräger Safety und Jasmin Hamadeh von der p-didakt GmbH. Im Zuge der Best Practice-Session stellten die beiden Projektverantwortlichen das aktuelle Training für die Wartung des Feuerwehrschutzhelms vor. Aufgrund des Einsatzgebietes ist die fehlerfreie Wartung von höchster Priorität und dementsprechend wichtig ist auch die Schulung. Um dies zu gewährleisten, wurden bisher bestehende Lehrfilme in WBTs eingebaut und mit detaillierten Erklärungen in Bild und Schrift ergänzt, um die Vorgänge möglichst genau zu vermitteln.

Neben dem Best Practice-Vortrag über das eLearning-Projekt bei Dräger gab es 7 weitere Beiträge, in denen über aktuelle eLearning-Projekte aus den Unternehmen expert Warenvertrieb GmbH, Festo Lernzentrum Saar GmbH, Swiss Life Deutschland Vertriebsservice GmbH, UniCredit Bank Austria, Wacker AG und Eventim berichtet wurde.

Die breite Vielfalt an Projekten und damit verbundenen Erfahrungen kam bei den Teilnehmern gut an. Mit einer Zustimmung von 84,6% bewertete eine große Mehrheit die Qualität der Best Practice-Beiträge „Gut oder „Sehr gut“.

Best Practice-Reports


Speed Geeking

Rasanter Erfahrungsaustausch in sieben
Minivorträgen

7 Vorträge von 7 Referenten(gruppen) in nur einer Stunde. Das neue Format des Speed Geekings ermöglicht den intensiven Erfahrungsaustausch unter Projektverantwortlichen in kleinen Arbeitsgruppen mit maximal 10 Teilnehmern.

Die Geschichte des Speed Geekings ist noch jung und der Moderator Herr Dr. Martin Lindner berichtete, dass das Konzept aus der amerikanischen IT-Szene kommt. Angelehnt an das Speed Dating ermöglicht das Speed Geeking schnell, viele Informationen auszutauschen. Die Stärke des Verfahrens liegt zum einen in der Komprimierung der Vorträge und der Vielfalt von Themen, und andererseits in der Intimität des Dialoges in der Kleinstgruppe.

Der eLearning-Experte Herr Dr. Lindner hat bereits Erfahrungen mit diesem neuartigen Format sammeln können, was ihm als Grundlage diente, um die Teilnehmer im perfekten Timemangement durch den Parcour zu leiten. In der Ausgestaltung des Zeitfensters sind die 7 Gastgeber autonom. Die Dynamik, die in den Gruppen entsteht während sie im Uhrzeigersinn die verschiedenen Referenten besuchen und die unterschiedlich gestalteten Vorträge erleben, ermöglicht einen gemeinsamen intensiven Erfahrungsaustausch.

Eine hohe Akzeptanz dieses Formats bestätigten 2/3 der Teilnehmer, indem sie das Speed Geeking als sehr gut oder gut einstuften. Noch beim Netzwerk-Dinner, zu welchem Programm- und Studienteilnehmer geladen sind, wurde angeregt über die verschiedenen Möglichkeiten diskutiert, wie man das Zeitfenster von 7 Minuten optimal nutzen kann.

Speed Geeking


World Café

Ergebnisoffener Erfahrungsaustausch im
Kaffeehausstil

Zur Vorstellung des World Cafés kamen die 11 Gastgeber auf der Bühne zusammen um sich und ihr Thema vorzustellen. An dieser Stelle bittet der Moderator die Teilnehmer sich gegen 10 Tische für einen Tisch zu entscheiden. Die Gastgeber in Hamburg boten eine besondere Vielfalt von Themen, wie beispielsweise Berichte über erfolgreiche eingeführte Projekte, aktuelle Bedarfe und Fragestellung sowie Orientierungshilfe für eigene Konzepte.

Der Bildungsexperte Dr. Erwin Bratengeyer moderierte bereits im vergangenen Jahr die World Cafés auf den verschiedenen SUMMIT Touren und blickt auf eine mehrjährige Erfahrung zurück. Als Wiener liegt ihm die besondere Teehausatmosphäre im ursprünglichen Sinn besonders am Herzen. Durch Kaffehausgesellschaften wurde Wissen popularisiert und nach diesem Prinzip werden neuzeitige World Cafés als Workshop-Methode verstanden und umgesetzt. Sowohl die Gastgeber als auch die Teilnehmer profitieren von dem vorhandenen kollektiven Wissen.

Am Thementisch Detlef Rautmans von der Siemens AG wurde beispielsweise das Thema Mobile Learning behandelt. Zur Veranschaulichung hatte Herr Rautmann für jeden Teilnehmer extra ein eigenes iPad mitgebracht. Beim World Café wurde zu einer einstündigen Session eingeladen, welche sich in die Vorstellungsrunde und anschließend 2 Durchgängen aufteilt. Durch das Angebot nach 25 Minuten einen anderen Gastgeber zu besuchen, können vorherige Inputs und Ergebnisse resümiert werden, sodass ein neuer Diskurs begonnen werden kann.

World Café


eLearning Design Thinking

Ergebnisorientierter Erfahrungsaustausch in
7 Arbeitsgruppen

Wie kann Bildungscontrolling im Spannungsfeld zwischen BWL und Pädagogik den größten Nutzen schaffen? Teilnehmer der eLarning SUMMIT Premiere in Hamburg prototypen in Arbeitsgruppen Lösungsansätze zu dem aktuellen Orientierungsbedarf der Hamburger Sparkasse im Bereich Bildungscontrolling.

Eingeleitet wurde das eLearning Design Thinking von Inga Wiele, die auf der Bühne zunächst das neuartige Format vorstellte und danach die Fragestellung zusammen mit Christoph Scheb von der Haspa präsentierte. Bei der Haspa handelt es sich um eines der größten Unternehmen im Hamburger Raum mit über 5000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von über 40 Milliarden Euro.

Anschließend waren die SUMMIT-Teilnehmer gefragt. Über den Saal verteilt gab es 7 Arbeitsinseln, die zuvor mit Arbeitsmaterialen und XXL-Moderationstafeln vorbereitet wurden. Nach kurzer Vorstellrunde begaben sich die Gruppen an die Arbeit. Innerhalb kürzester Zeit füllten sich die Tafeln mit beschriebenen Post-Its und Zeichnungen, um so ein besseres Verständnis von der Fragestellung zu gewinnen. Besonders hilfreich war es den Lerner zu visualisieren und seine Wünsche und Motivationen aufzuschreiben. So entstand beispielsweise der Musterlerner Ernst Müller, anhand dem stellvertretend für die Lerner der Haspa die Wünsche und Motivationen erarbeitet wurden.

Die Idee hinter dem eLearning Design Thinking ist einfach: auf der Bühne wird nicht ein Lösungsansatz präsentiert, sondern es wird eine Frage- oder Problemstellung aufgeworfen, die anschließend an den Saal zur Bearbeitung abgegeben wird.

Tagungen haben oftmals ein typisches Problem: egal wie gut und erfahren die Referenten auf der Bühne auch sind, das meisten Wissen findet sich in der Regel vor der Bühne unter den Teilnehmern. Mit Crowdsourcing soll dieser Wissens- und Erfahrungsschatz nutzbar gemacht werden und bietet damit die Grundlage für das interaktive eLearning Design Thinking.

Nach etwa einer Stunde begann unter der Doppelmoderation von Inga Wiele und Gastgeber Frank Siepmann die Präsentation der Lösungsansätze. In jeder Gruppe wurden Präsentatoren bestimmt, die anschließend die Möglichkeit hatten den Lösungsvorschlag der Gruppe einschließlich der Gedankengänge, die zu dem Ergebnis geführt haben, vorzustellen. Die kurzen Präsentationen verliefen lebhaft und zeigten, was selbst in so kurzer Zeit mit Schwarmintelligenz erarbeitet werden kann. Für den Fragesteller Christoph Scheb gaben die Präsentationen ebenfalls wertvolle Einschätzungen für die zukünftige Arbeit der Haspa in dem Bereich Bildungscontrolling.

Das volle Potential wird das eLearning Design Thinking in den verschiedenen Tagesworkshops in der zweiten Jahreshälfte entfalten können. In diesen Sonderveranstaltungen werden maximal 35 Teilnehmer einen ganzen Tag die Möglichkeit haben ein aktuelles und praxisrelevantes Thema mit anderen eLearning-Projektverantwortlichen und Bildungsexperten ausführlich zu bearbeiten.

eLearning Design Thinking


BarCamp-FORUM

Selbstbestimmter Erfahrungsaustausch in den
BarCamp-Sessions

Das BarCamp-FORUM kommt vom Nebensaal in den Hauptraum. In vier Sessions mit selbstgewählten Themen konnten die Teilnehmer sich intensiv miteinander austauschen. Mit einer Zustimmung von 95% war die Zufriedenheit mit dem BarCamp-Forum riesig.

Immer wieder konnte man beobachten, wie sich Teilnehmer des SUMMITs in Hamburg im Verlauf des Tages zu der extra dafür aufgestellten Tafel mit den Vorschlagslisten für das BarCamp-Forum begaben, um dort ihre ganz persönlichen Sessionvorschlag einzutragen. Nach und nach füllte sich so die Themenvorschläge für das BarCamp-Forum zum Abschluss des Programms mit hochaktuellen Gesprächsimpulsen rund um das Leitthema eLearning SUMMIT Tour 2014 „Lernen im Unternehmen“.

Punkt 17 Uhr war es schließlich so weit. Unter der Leitung von Moderator Ralf Appelt von der Universität Hamburg wurden die gesammelten Themenvorschläge kurz vorgestellt und anschließend zur Abstimmung gestellt. Insgesamt gab es 4 Sessions in den 4 Ecken des Raumes. Für jede Session hatten die Teilnehmer der SUMMIT Tour die Möglichkeit aus den vorhandenen Vorschlägen das Thema auszusuchen, dass sie für sich persönlich am Interessantesten und Relevantesten finden.

Das BarCamp-Forum greift das BarCamp-Prinzip der Unkonferenz auf. Bei einer Unkonferenz stehen die Teilnehmer im Vordergrund und sowohl die Themen als auch der eigentliche Inhalt wird von den Teilnehmer selbst bestimmt. Damit basiert das BarCamp-Forum auf einer ähnlichen Philosophie wie das eLearning Design Thinking, wonach das größte Expertenwissen unter den Teilnehmern zu finden ist und man diese Schwarmintelligenz nutzbar machen sollte.

Nach der Abstimmung teilten sich die Anwesenden auf die vier Sessions auf. Die Größe der Gruppen variierte dabei von einer kleinen Gruppe mit 3 bis 4 Teilnehmern bis zu einer Session mit stolzen 25 Teilnehmern. In den Sessions verliefen die Diskussionen intensiv und wurden ausschließlich von den Interessen der Teilnehmer getrieben.

Autoren: Svenja Hellberg und Mathias Fleig


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