Workshoptag - 18.6.2015 - Salzburg - Spar Österreichische Warenhandels-AG

Erster Workshoptag bei Spar Österreich in Salzburg begeistert die Teilnehmenden mit praxisorientierten Gesprächen

Der erste Workshoptag der eLearning SUMMIT Tour 2015 begann so außergewöhnlich wie das Format selbst. Bei strömenden Regen trafen sich eLearning Professionals in den Konferenzräumen der Unternehmenszentrale der SPAR Österreichische Warenhandels AG. Mit eindrucksvollem Blick auf die Salzburger Berge begrüßte der gut gelaunte  Gastgeber Mag. Ing. Michael Fally alle anwesenden Gäste.

Autorin: Stefanie Fritz

Mit den Workshop-Tagen bietet die eLearning SUMMIT Tour den Teilnehmenden etwas ganz Besonderes - denn die Workshops finden ausschließlich in eLearning-anwendenden Unternehmen statt, die sich als Gastgeber zur Verfügung stellen. Während dieser praxisorientierten und interaktiven Thementage, steht der Erfahrungsaustausch unter den eLearning Professionals besonders im Mittelpunkt. Die Themenschwerpunkte der Tagesworkshop-Reihe werden aus den jeweiligen Bedarfen der Unternehmen, die in der BENCHMARKING-Studie sichtbar wurden, generiert.

Als roter Faden zogen sich typische Gründe und Ziele für die Konzeption von eLearning-Szenarien, wie Kostenersparnis, schnellere Produktionszeiten, Aktualisierung und Pflege von Content, sowie der Aufbau von eLearning-Strukturen und Kompetenzen im eigenen Unternehmen, durch die gesamte Veranstaltung. Den Teilnehmenden wurde daher der ideale Rahmen geboten, sich in dialogorientierten Programmpunkten untereinander auszutauschen, um dadurch neue Erkenntnisse für künftige Projekte zu gewinnen.

Die besondere Praxisnähe und der damit verbundene intensive Erfahrungsaustausch macht die Workshoptage so spannend. In kleinen Gruppen verlaufen die Gespräche unter Projektverantwortlichen somit auf einer anderen, praxisrelevanten Ebene. Die Qualität und Vielfalt der Vorträge wurde während des Tagesworkshops als "Sehr gut" empfunden. Dies zeigte sich insbesondere anhand der Evaluationsbögen. Mit einer Zustimmung von 94% gaben die Teilnehmenden an, die Veranstaltung ihren Kollegen weiterzuempfehlen.

Zielgruppenorientierte Aus- und Weiterbildung

In interessanten Vorträgen rund um das Leitthema "eLearning-Szenarien konzipieren" berichteten 7 praxiserfahrene Projektverantwortliche aus den Unternehmen SPAR Österreichische Warenhandels-AG, Die Schweizerische Post AG, WWK Versicherungen, Hartlauer Handelsgesellschaft m.b.H., PALFINGER AG, Brau Union Österreich und Österreichisches Rotes Kreuz, in den Best Practice-Reports über aktuelle Lernszenarien.

Hier eröffnete der sympathische Gastgeber Mag. Ing. Michael Fally, von der Konzern- und Personalentwicklung E-Learning, der SPAR Österreichische Warenhandels AG die Sessions und berichtete mit  "E-Learning im SPAR-Konzern - Resümee nach drei Jahren" über die Entwicklung durch den Einsatz von eLearning im Unternehmen. "2006 startete bei SPAR die Ausbildung mit eLearning über ein webbasiertes Lern Management System", so Fally. Die Herausforderungen sind dabei ähnlich wie in anderen größeren Handelsorganisationen. Eine sehr große Anzahl an Mitarbeitern muss zu unterschiedlichen Zeiten und dezentral effizient und zielgruppenorientiert aus- und weitergebildet werden. "Unsere Zielsetzung ist es, eLearning und Seminare - nach dem Blended Learning Konzept zu verbinden".

Gastgeber Michael Fally von der SPAR Österreichische Warenhandels AG, bei seinem Best Practice-Vortrag

Einen weiteren Interessanten Vortrag hielt Dr. Axel Gerstenberger, Referent Internet - Neue Medien, von den WWK Versicherungen zum Thema "Erfahrungen mit Web-Based-Trainings in Eigenproduktion bei den WWK Versicherungen." Dabei ging es um Erfahrungen aus dem betrieblichen Alltag und bei der Implementation einer Web-Based-Training-Reihe zur Produktschulung. "Bei der Eigenproduktion sollte jemand für das Set Up beauftragt werden", so Gerstenberger. "Dadurch entsteht der Vorteil, internes Experten Know-How zu integrieren". Des Weiteren berichtete er, dass den Großteil der Produktion die Lerninhalte ausmachen. "Bei den Fachinhalten handelt es sich um viel Input von den Produktmanagern."

Inhalte für Nutzer ansprechend gestalten

Während des World Cafés, bei dem in mehreren Dialogphasen Aspekte zum Konzipieren von eLearning-Szenarien diskutiert wurden, moderierte Max Gissler, Blended Learning Experte von der Schweizerischen Post AG, eine interessante Diskussionsrunde zum Thema "Budgetierung". Dabei kristallisierte sich heraus, dass das Budget immer vom Geschäftsplan und die Fusionsumfänge von den möglichen Einnahmen abhängen. Jedes Projekt wird daher von Grund auf neu und individuell gestaltet. "Das Jahresbudget muss immer genau kalkuliert werden", so Gissler.

In einer weiteren Arbeitsgruppe leitete Dr. Axel Gerstenberger von den WWK Versicherungen einen Erfahrungsaustausch über Autorentools. Hier wurde deutlich, dass im Unternehmen viel in Eigenproduktion geschaffen wird. Dies überwiegend aus Kosten und Zeitgründen. Er wies darauf hin, dass es enorm wichtig sei, den Inhalt für die Nutzer ansprechend und informativ zu gestalten. Laut Herrn Gerstenberger müsse das Ziel, dass durch ein Autorentool verfolgt wird, greifbar und umsetzbar sein. "Die Autorentools müssen für die meisten Geräte optimiert sein", so Gerstenberger weiter.

Anregende Gesprächsimpulse an den Thementischen im World Cafe

Mag. Andreas Hörfurter, Consultant bei common sense  - eLearning & training consultants GmbH beschäftigte sich mit der Frage "Wie mache ich meine eLearning Investition zukunftssicher?" Hier ging es darum, dass viele Organisationen eLearning ohne Strategie dahinter einsetzen. "Ein Kompetenzaufbau innerhalb der Organisation und die richtige Auswahl der Themen ist von enormer Bedeutung", so Hörfurter. "Ein weiterer wichtiger Punkt ist ebenso, dass die Rohdaten der Anwendungen gesichert werden und für künftige Projekte langfristig abrufbar bleiben".  Überdies hinaus müssen die kulturellen und Genderaspekte für eine zukunftssichere Investition berücksichtigt werden.

Wann ist ein eLearning-Konzept ein gutes Konzept?

Ein weiteres Highlight war das BarCamp-Forum. Dieser Programmpunkt bildete den Abschluss des interaktiven Workshoptages.  Den ganzen Tag wurden Themenvorschläge der Teilnehmer an einer extra für das BarCamp-Forum aufgestellten Tafel gesammelt. Anschließend wurde gemeinsam darüber abgestimmt, welche Themen zur Wahl gestellt werden. Nach einer kurzen Vorstellrunde wurde schnell deutlich, welche Interessen vertreten wurden.

Insgesamt sammelten sich sechs originelle Session-Vorschläge an der Tafel. Darunter Themen wie "Die Vermarktung von eLearning", "Erfolgsfaktoren der eLearning-Strategie", "Erfahrungen mit unterschiedlichen LMS" und "Wie erfolgt die Zuteilung der Schulungen an die Mitarbeiter?"

Unter der Leitung von Christine Neurauter, Trainerin bei der Porsche Bank AG,  wurde umfassend über Worst-Practice Beispiele diskutiert. Unter dem Leitthema "Das hätte ich mir sparen können" wurde analysiert, was bei künftigen eLearning-Konzepten besser gemacht werden kann. "Bei einigen Projekten hat eine klare Zieldefinition gefehlt", so Neurauter. "Stakeholder müssen von Anfang an einbezogen werden. Dazu zählen der Betriebsrat, die Personalabteilung und der IT-Bereich". Ein weiterer wichtiger Aspekt sei, dass Pilotphasen eingebaut werden müssen. Laut Frau Neurauter müssen auch die Projektverantwortlichen breiter aufgestellt werden. "Wichtig ist ebenso die Unabhängigkeit zwischen den Lernmanagement Systemen und den Autorentools".

Die Relevanz der Veranstaltung für die tägliche Arbeit wurde von den Teilnehmenden mit einer Zustimmung von 100% als "Sehr gut" und "Gut" bewertet. Kommentare wie "tolle Veranstaltung" und "Weiter so" zierten die Evaluationsbögen und bestätigten den Erfolg des ersten Workshoptages der eLearning SUMMIT Tour 2015 in Salzburg.

Praxisrelevanter Erfahrungsaustausch in kleinen Gruppen


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