moodle Lernplattform

Qualifizierung im Finanzdiensteistungsvertrieb

Die Tauglichkeit einer Lernplattform zeigt sich in der Praxis. Führt die Software im Zusammenspiel mit den Lehrenden die Lernenden in einer homogenen, selbsterklärenden Umgebung zur erfolgreichen Wissensaufnahme (-anwendung), handelt es sich um ein gelungenes Projekt.

Die atheus–Akademie für Finanzdienstleistung bietet ihren Teilnehmern seit 2006 verschiedene Ausbildungen und Qualifizierungen in speziell dieser Branche an. Nach dem Studium inklusive einer Prüfungsvorbereitung auf dem atheus-Onlinecampus wird eine externe Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer, auch zu öffentlich-rechtlichen Weiterbildungsabschlüssen, abgelegt. atheus spricht in erster Linie freie Vermittler von Versicherungs- und Finanzanlageprodukten an.

Durch die berufliche und familiäre Situation steht den meisten Teilnehmern nur eine begrenzte Zeit für ihre Weiterbildung zur Verfügung. Die Teilnehmer weisen ein Durchschnittsalter von ca. 35 Jahre auf und kennen überwiegend nur die Präsenzlehre als Form der Wissensvermittlung. Der Akademikeranteil liegt bei unter acht Prozent. Mit der Computeraffinität verhält es sich in der bekannten Weise: Je jünger die Teilnehmer, umso größer ist die Affinität. Die Hemmschwelle zu E-Learning ist in der Zielgruppe immer noch hoch - aber es handelt sich hierbei um einen Sammelbegriff für viele Derivate, die nicht für atheus gültig sind.

Herausforderung und Zielsetzung

Als kommerziell tätiges Unternehmen gilt es für atheus, die Vorteile von Präsenzlehre in die Fernlehre zu übertragen. Hierzu werden für den Teilnehmer jederzeit verfügbare Seminarstunden bereitgestellt. Diese werden mit weiteren Lernmedien (Studienbücher, Aufgaben, Tests, Glossars, Charts und sonstige Unterlagen) kombiniert. Teilnehmer haben auf verschiedenen Wegen die Möglichkeit, sich untereinander oder auch in Arbeitsgruppen und mit den Dozenten auszutauschen. Zudem kann jeder Teilnehmer zu jeder Zeit eine Rückmeldung über seinen Lernstand erhalten. Auf Wunsch der Teilnehmer sind die Referenten in der Lage, einen direkten Einblick in die Ergebnisse der Teilnehmer zu nehmen, um so gezielte Hilfestellungen und Erläuterungen als Lernunterstützung zu geben. Alle Medien, Anwendungen und Optionen ergeben ein komplexes Lernsystem, welches für die Teilnehmer einfach, an möglichst vielen Stellen selbsterklärend und zeit- und ortsunabhängig zu nutzen ist.

Moodle als Lernplattform

Die Einbindung des beschriebenen Lernsystems in einen virtuellen, für sich geschlossenen Campus erfolgt auf der technischen und strukturellen Basis von moodle.  moodle ist eine von Martin Dougiamas entwickelte open-source Lernplattform. Die erste moodle-Version wurde im August 2002 veröffentlicht. Wie im Website-Bereich joomla und typo3 sich als gute Lösung bewiesen haben und permanent weiter entwickelt werden, wird auch moodle laufend weiterentwickelt. moodle bietet eine umfassende Lösung vom Einloggen bis hin zu Prüfungen in einer homogenen Campus-Umgebung. Durch den Einsatz von moodle wird eine kooperative Lern- und Lehrmethode unterstützt.



moodle in der täglichen Praxis

Wie jedes CMS bedarf der Einsatz von moodle einer intensiven Einarbeitung für die Lehrenden, um in der Folge einen reibungslosen Praxiseinsatz zu gewährleisten. So ist es z. B. absolut sinnvoll, sich im Vorfeld eine klare Struktur zuzulegen, wie die Plattform eingerichtet werden soll. Damit es in der Folge z. B. nicht zu Problemen mit Verlinkungen auf dem Campus kommt, ist es wichtig, Kursbereiche und Kursunterbereiche genau zu unterscheiden. In den Kursunterbereichen werden die Lernmedien den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Damit für die Nutzer wirklich eine möglichst selbsterklärende Campusanwendung geschaffen wird, ist es, neben anderen Aspekten, sinnvoll, jeden Kursunterbereich gleich zu strukturieren. Dies betrifft dann auch die Anordnung und Inhalte der einzurichtenden Blocks (Komponenten).

Bei der Einrichtung der verschiedenen Lernmedien in moodle wird zwischen Arbeitsmaterial und Aktivitäten (z.B. Aufgaben, Chat, Face-to-face, Test, Lektion) unterschieden. Um z. B. einen Test mit Multiple-Choice Aufgaben zu erstellen, ist es zwingend erforderlich, sich genauestens klar zu machen, an welcher Stelle und in welcher Kategorie die Aufgaben einzustellen sind. Wenn aus verschiedenen Kursunterbereichen auf ein und die gleiche Aufgabe zugegriffen werden soll, so darf diese Aufgabe nur ein Mal auf dem Campus in einer für den Kursbereich zentralen Kategorie eingestellt sein. Zu Beginn gemachte Fehler rächen sich im Nachhinein durch meist zeitaufwendige Lösungswege. Werden Skripte in Form von PDF-Dokumenten oder sonstige Unterlagen eingestellt, so empfiehlt es sich, zuvor eine klare Da-teistruktur für die Medien zu entwickeln. Durch die neuen moodle-Versionen 2.2.3 und 2.3 ist dies vergleichsweise einfacher zu gestalten als in den Vorgängerversionen. So kann jetzt von jeder beliebigen Stelle im Campus auf zentrale Dateien zugegriffen werden. Diese zentralen Dateien gilt es entsprechend zu strukturieren.Bei der Einrichtung von Foren für den fachlichen Austausch ist es für den Veranstalter von Bedeutung, dass jedes Forum betreut werden will. Ohne Betreuung ist die Gefahr groß, dass sich Foren zu Tummelplätzen von Informationen unterschiedlichster Qualität entwickeln. Folglich sollte man sich u. a. mit der Frage auseinandersetzen, ob wirklich jeder Kursunterbereich ein Nachrichten- und Fachforum benötigt. Gegebenenfalls ist es gerade für fachliche Foren sinnvoll, diese über einen kompletten Kursbereich einzurichten. Die Nutzung von Glossaren ist für Lernende eine wichtige Einrichtung zum schnellen Nachlesen verdichteter Informationen oder in Prüfungsvorbereitungen. Auch bei der Einrichtung von Glossaren in der moodle Lernplattform ist auf die Feinheiten zu achten. Soll ein globales Glossar oder ein Glossar je Kursbereich oder je Kursunterbereich oder nach Themengebieten in den Kursunterbereichen erfolgen? Stellt man sich diese Frage erst nachdem man bereits mit der inhaltlichen Erstellung begonnen hat, so können Korrekturen u. U. zeitaufwendig werden.Für die Kommunikation auf dem Campus werden auch Chats oder Foren eingerichtet und die vorgegebene Mitteilungsfunktion genutzt. Die vorherige gedankliche Auseinandersetzung hilft, sich auch über die damit einhergehende Administrierung bewusst zu werden.Durch die Einbindung von Seminarstunden (@home) im Videoformat (entwickelt u. a. mit  Camtasia Studio von TechSmith) oder auch der Bereitstellung dieser Seminarstunden im Audioformat (Lernen unterwegs) können externe Softwarelösungen sehr gut in die moodle Lernplattform integriert werden. Dies gilt auch für die Nutzung eines virtuell classroom z. B. für regelmäßige Tutorien. Bei diesen Einbettungsmöglichkeiten gilt aber, ebenso wie in den zuvor aufgezeigten Aspekten, dass eine gute Struktur für die technische Realisation unerlässlich ist. Ansonsten kann beispielsweise ein großer Salat aus Dateien an den verschiedensten Stellen entstehen und gesetzte Verlinkungen bereiten in der praktischen Anwendung Probleme.

Mögliche Aspekte für die Weiterentwicklung von moodle

In der Struktur und den Komponenten der Lernplattform ist sehr deutlich wahrzunehmen, dass Martin Dougiamas als Informatiker auch Pädagogik studiert und sich mit konstruktivistischen Lehr- und Lernansätzen auseinandergesetzt hat. Trotzdem hat man in der laufenden Entwicklung den Eindruck, dass hier eher Informatiker als Lehrende am Werk sind. So bedarf es z. B. von einem neuen Lernenden schon etwas Engagement und Traute, um sich zurechtzufinden. Hier könnte moodle noch übersichtlicher und selbsterklärbarer sein - also smarter. Auch ist die optische Eigengestaltung mit ein paar undekorativen Templates eher zurückhaltend. Nicht zuletzt die begrenzte upload-Kapazität (2MB) stellt besonders für Multimediadateien Probleme dar. Hier sind weitergehende Lösungen gefragt. Auch die Rechtevergabe gestaltet sich aufgrund bestimmter Beschränkungen nicht immer unproblematisch.

Man könnte jetzt noch weitere Beispiele aufzeigen, die im Ergebnis auf einen wesentlichen Punkt hinauslaufen: Will man moodle (eine gut durchdachte und strukturierte Lernplattform) mit den methodisch-didaktischen und inhaltlichen Anforderungen des Lehrenden zu einem kooperativen Lernsystem verschmelzen, so bedarf es auch der intensiven Auseinandersetzung mit moodle. Dann kann moodle optimal als Lernplattform in Uni-Qualität eingesetzt werden. Im anderen Fall bleibt es ein mehr oder weniger sinnvoll genutzter Lagerplatz für Dokumente.

Der Autor

Gangolf Thoennessen,
Geschäftsführer, atheus - Akademie

Gangolf Thoennessen ist Dipl. Pädagoge, Dipl. Kaufmann, Versicherungskaufmann und NLP-Lehrtrainer (DVNLP). Das wirtschaftswissenschaftliche Studium erfolgte an der FernUni Hagen neben der beruflichen Tätigkeit in der Aus- und Weiterbildung eines Versicherungsunternehmens. Die atheus - Akademie ist 2006 aus der Firma Gangolf Thoennessen & Co. Personal- und Organisationsentwicklung hervorgegangen, da sich aus dem Kreis der Teilnehmer und Geschäftspartner der Bedarf nach einer gut strukturierten Fernlehre für den Vertrieb herauskristallisierte.

Stichworte

Zielgruppe
Finanz- und Versicherungsmakler,
Freiberufliche Finanzdienstleistungsvermittler,
Mitarbeiter/-innen von Banken und Versicherungen, Mitarbeiter/-innen von Vertriebsorganisationen

Methodik
atheus® - Lernsystem, E-Learning,
Blended Learning, Präsenzseminare

Portfolio
Versicherungsfachfrau/-mann IHK,
Finanzanlagenfachfrau/-mann IHK,
Fachberaterin/-er für, Finanzdienstleistungen IHK,
Fachfrau/-mann für betriebliche Alters-versorgung, Verkaufsseminare für den Finanzdienstleistungsbereich

Referenzkunden
Über 2.000 zufriedene Einzelteilnehmer/-innen, Erfolgsquote in der Kammerprüfung bis heute: Ø 92%, Makler, Vertriebs-organisationen, Oldenburgische Landesbank

Kontakt

atheus® - Akademie für Finanzdienstleistung

Ansprechpartner:
Andrea Schreiber

Lilienstraße 36
20095 Hamburg
Telefon: +49 (40) – 37518005
Telefax: +49 (40) – 37518006

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