Lernmanagementsysteme bei der Schweizerischen Post

 

Die Schweizerische Post ist ein globales Unternehmen, welches in vier Kernmärkten sein operatives Geschäft findet: im Kommunikations-, Logistik- und Retailfinanzmarkt sowie im öffentlichen Personenverkehr.

Als öffentlich-rechtliches Unternehmen im Eigentum des Bundes hat die Schweizerische Post über 61.000 Arbeitnehmer in rund 44.000 Vollzeitstellen im Schweizer Inland sowie über 8.000 Arbeitnehmer in über 20 Ländern weltweit - ein Weltunternehmen mit einem jährlichen Umsatz von fast 9 Milliarden Schweizerfranken (ca. 7,5 Mrd. Euro).

Globaler Bildungsbedarf

Das Unternehmen steht denselben Herausforderungen gegenüber wie alle Großunternehmen, die weltweit auf einen einheitlichen, leistungsstarken und zielgruppenorientierten Service setzen müssen: globale Bildungsbedarfe, die immer wieder angegangen, entdeckt, weiterentwickelt und gedeckt werden müssen. Die Schweizerische Post setzt dabei in der Bildungsorganisation im Konzern auf eLearning, Blended Learning und Mobile Learning in der gesamten Unternehmenshierarchie. Dies beginnt im Bereich der Services und setzt sich in allen Konzernbereichen fort, bis hinauf zur Konzernführung in den Bereichen Finanzen, Personal und Kommunikation - und schluss-endlich auch bis zur eigentlichen Konzernleitung.

Bildungs-Organisation

Die Schweizerische Post setzt so zum Beispiel beim Thema Führungskräfte auf E-Leadership und bietet ihren Führungskräften durch die Blended Learning Module und Lerninhalte der schweizerischen Vereinigung für Führungskräfteausbildung (SVF-ASFC) fünf Grundmodule: Selbstkenntnis, Selbstmanagement, Teamführung, Teamkommunikation, Konfliktmanagement.

Die Lernenden werden bei ihrem Lernprozess durch Lernplattformen mit verschiedensten Angeboten begleitet. So kommt die bekannte Opensource Lernplattform Moodle im Internet zum Einsatz, während im Intranet das SAP LMS Learning Solution eingesetzt wird. Dabei setzt die Schweizerische Post einen Schwerpunkt auf den mobilen Zugang zu den Lerninhalten. So wurde beim „Wandlungsprozess“ von „Leadership“ zum „E-Leadership“ sichergestellt, dass die Nutzung des Contents mobil erfolgt, in dem man eben diese fördert.

Darüber hinaus setzt man bei der Schweizerischen Post auch auf soziale Interaktionsmöglichkeiten. Kollaboration soll gefordert und gefördert werden. Dies kann durch angegliederte Foren, Wikis, Blogs und sogenannte „Communities of Practice“ erfolgen.

Der mobile Zugriff und die sozialen Interaktionsmöglichkeiten werden durch die Interaktivität des Systemkonglomerats abgerundet: Eine hohe Interaktivität bei Fragen/Antworten und Simulationen und individuelle Lernwege, die sich am Vorwissen des Lerners orientieren, bringen einen hohen Grad an Teilnehmeraktivierung und Motivation in die Gleichung.

Arbeiten und Lernen

Dem Einsatz von SAP LSO und Moodle liegt ein didaktisches Konzept für die Lernaktivitäten zugrunde, welches die Vermischung der Arbeits- und Lernorganisation berücksichtigt und so die Akzeptanz durch „Lobbyisten“, also Menschen, die aufgrund ihrer Position im Unternehmen als positive Multiplikatoren dienen, fördert.

Auf der Seite der Arbeitsorganisation werden die Vorgesetzten als solche Lobbyisten eingesetzt. Man holt diese „mit ins Boot“ und unterstützt damit die Mobilität der Mitarbeiter und das Lernen während der Arbeit im Rahmen der bestehenden Arbeitsorganisation - eine Form des sog. Workplace-Learning, das jedoch nicht ausschließlich durch eLearning, sondern auch durch Blended Learning Konzepte, wie sie bei der Schweizerischen Post eingesetzt werden, erfolgt.

Die Lernorganisation zielt auf den Einsatz von mobilen Technologien ab, die Lernmethoden und Sozialformen fördern - also Lernen mit digitalen Medien und Kollaboration bzw. Social Learning. Dies schafft und nutzt Medienkompetenz auf Seiten der Lerner und fördert damit den Grundsatz, dass von den Lernern niemand zurückgelassen wird.

Als dritte Rahmenbedingung kommt ergänzend zur Arbeits- und Lernorganisation das Feld der technologischen Rahmenbedingungen hinzu: Geräte und Netzwerke unterstützen die Lernprozesse auf der einen Seite und die Inhalte können andererseits mit mobilen Endgeräten von überall her abgerufen und genutzt werden.

Qualitätssicherung als Synergieeffekt

Die vorgenannten Rahmenbedingungen beinhalten durch den Einsatz der beiden LMS konkrete Vorteile für die Lerner auf der einen Seite: Kompetenzerweiterung in der Anwendung neuer Informations- und Kommunikationsmittel, welche über die bloße Erweiterung der sog. Medienkompetenz hinausgeht (techn. Nutzungskompetenzen, erweitertes Know-How). Auf der Seite der Lehrenden und der Content-Verantwortlichen: Kommunikationskanäle zwischen Kursleitung und Teilnehmern.

Dies ermöglicht Feedback auf inhaltlicher Ebene, aber auch ein Feedback zu den Kursinhalten. Zwischen den zwei Parteien, bestehend aus Lernenden und Lehrerenden, ist zudem die direkte Vernetzung möglich, so dass hier auch auf einfachen Kommunikationskanälen - abgesehen vom persönlichen Gespräch vis-a-vis - informelles Lernen gefördert wird. Darüber hinaus lassen sich neue Bedarfe, etwa Nachhilfebedarfe, über die bekannten Kommunikationskanäle decken.

In der Konsequenz bietet der Einsatz der LMS mit vorbenannten Kommunikations- und Interaktionsoptionen nicht nur eine inhaltliche Auseinandersetzung der Lerner mit dem Stoff, sondern auch ein direktes Feedback zu den Kursleitern, ob Inhalte gut verständlich sind, ob eine Vielzahl von Teilnehmern immer wieder an derselben Frage scheitern oder ähnliche Hindernisse, die es für einen erfolgreichen Einsatz der digitalen Medien aus dem Weg zu schaffen gilt.

Aus dieser hohen Interaktivität in den einzelnen Gruppen und zwischen den Gruppen ergibt sich die Qualitätssicherung quasi von ganz allein, da der Diskurs zwischen Teilnehmern und Kursleitern die Plattform bietet, die Qualität der Inhalte bei aufgedeckten Defiziten zu sichern und diese Defizite schnell auszuräumen.

Nichts geht verloren

Dem Lerner steht bei dem umfangreichen Bildungskonzept der Schweizerischen Post ein sogenanntes „Boardbuch“ zur Verfügung. Dieses Lernertagebuch erfasst elektronisch alle geleisteten Bildungseinheiten und den Lernfortschritt des jeweiligen Lerners. Der Arbeitnehmer hat somit ein Buch aus „Lernartefakten“, in welchem ihm neue erworbene Kompetenzen und erfolgreich abgelegte Kurse dokumentiert wurden, was z. B. für den Kompetenznachweis innerhalb des Unternehmens wichtig sein kann, etwa, wenn es um das weitere Erklimmen der Karriereleiter in einem globalen Konzern geht.

Fazit

Die Schweizerische Post setzt gleich zwei LMS - Moodle und SAP Learning Solutions - ein und geht ganz natürlich mit Schlüsselthemen wie Mobile Learning, Social Learning und informellem Lernen um. Max Gissler, Leiter neue Lernmedien bei der Schweizerischen Post: „Informelles Lernen ist nicht der Schwerpunkt beim Einsatz unserer Lernmanagementsysteme, aber es stellt einen wichtigen Bestandteil dar.“

Der Blick über den Tellerrand lohnt sich bekanntlich immer. Und fällt der Blick in ein Nachbarland wie die Schweiz, lernt man zugleich auch noch, wie selbstverständlich man dort mit wichtigen Keyfeatures umgeht. Während hierzulande Mobile Learning in Konzernumgebungen noch in weiten Teilen am Anfang steht, so zeigt das Beispiel der Schweizerischen Post, dass ganzheitliches Lernen auch bei einem global agierenden Unternehmen konzernweit erfolgreich einsetzbar ist.

Fazit

Die Schweizerische Post setzt gleich zwei LMS - Moodle und SAP Learning Solutions - ein und geht ganz natürlich mit Schlüsselthemen wie Mobile Learning, Social Learning und informellem Lernen um. Max Gissler, Leiter neue Lernmedien bei der Schweizerischen Post: „Informelles Lernen ist nicht der Schwerpunkt beim Einsatz unserer Lernmanagementsysteme, aber es stellt einen wichtigen Bestandteil dar.“

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Die Schweizerische Post

Ansprechpartner:
Max Gissler
Leiter neue Lernmedien

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Strategische Beratung, Entwicklung und Umsetzung erfolgreicher Blended Learning-Bildungsprojekte.

Die international tätige ILT Solutions GmbH hat ihren Sitz in Köln. Das Unternehmen entwickelt seit 1996 für namhafte Unternehmen der deutschen Wirtschaft multimediagestützte Bildungsmaßnahmen und -strategien. Kunden schätzen die positive und ganzheitliche Umsetzung der Blended Learning-Projekte mit hohem Erfolg für Unternehmen und Zielgruppe. Hoher Erfahrungsschatz zeichnet die Mitarbeiter der ILT aus.

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Die Beratungsleistung der ILT Solutions basiert auf langjähriger Projekterfahrung von der Idee bis zu erfolgreichen Umsetzung von Blended Learning-Maßnahmen. Schwerpunkte liegen in den Trainingsbereichen Wissens, Produkte, Service, Sprachen, Office, Software-Rollout, Organisation und Abläufe. Einzigartige didaktische Lösungen realisieren adaptives Lernen für mehr Akzeptanz und Reduzierung der Lernzeiten.