Bei Chefs gern gesehen:

Mobile Endgeräte als Lernhelfer

Immer mehr Personalverantwortliche setzen in der beruflichen Qualifizierung auf Smartphone, Touchpad, Netbook oder Notebook. Dies geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2013“ hervor.

Die Studie wurde im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 307 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen durchgeführt. Ein weiteres Ergebnis: Eigeninitiative in der beruflichen Weiterbildung wird immer wichtiger.

Mobiles Surfen macht unabhängig von stationären PCs und gibt enorme Flexibilität für den Alltag – auch beim Lernen. Bei der aktuellen Befragung durch TNS Infratest wurde unter anderem untersucht, welche Bedeutung Personalverantwortliche den mobilen Technologien in der beruflichen Weiterbildung beimessen und ob diese in den letzten beiden Jahren zugenommen hat. Aktuell halten 83 Prozent der Befragten diese Technologien für wichtig bis äußerst wichtig. Das ist ein Anstieg um 6 Prozentpunkte gegenüber der Befragung von 2011.

Mobiles Informieren und Lernen im beruflichen Umfeld

Mobile Endgeräte sind vielseitig einsetzbar – sei es, um Mitarbeiter bei Bedarf schnell mit relevanten beruflichen Informationen zu versorgen oder um für mehr Effizienz bei umfangreicheren Qualifizierungen zu sorgen. „Bei einem Fernstudium beispielsweise ist es wichtig, dass alle Teilnehmer Zugriff auf einen Online-Campus haben – sowohl mit PC als auch mit mobilen Endgeräten“, so Andreas Vollmer, Leiter Studienprogramm und Services bei der SGD. „So können sie auch unterwegs freie Zeitfenster nutzen, um an Chats und Foren teilzunehmen, ihren Lernprozess zu organisieren, Fernlehrer bzw. Tutoren zu kontaktieren oder sich mit digitalen Lerninhalten zu beschäftigen.“

Große Akzeptanz für digitale Lernformate: Die Mischung macht`s!
Digitale Medien und Formate haben künftig einen sehr hohen Stellenwert in der berufsbegleitenden Weiterbildung – gerade auch für die Lernmotivation. „Uns interessierte deshalb, ob und wie die Personalverantwortlichen diverse E-Formate priorisieren“, so Vollmer weiter.


Das Ergebnis: Die beiden Top-Formate sind Studienmaterial in digitaler Form, wie beispielsweise PDF-Dokumente (90 Prozent) und Lernprogramme/Webbased Trainings (84 Prozent). 78 Prozent setzen auf virtuelle Seminare/Webinare, 74 Prozent auf einen Online-Campus bzw. Lern-Communitys und 65 Prozent auf Lern-Apps. Die Lern-mp3 liegt in der Gunst der Befragten zwar an letzter Stelle, wurde aber dennoch von 58 Prozent als wichtig bis äußerst wichtig eingestuft. Die Ergebnisse zeigen, dass viele der Befragten einen Mix aus unterschiedlichen E-Formaten für didaktisch sinnvoll halten. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich die noch recht junge Lern-App schon bei zwei Dritteln der HR-Manager großer Akzeptanz erfreut. „Voraussetzung ist allerdings, dass sie richtig eingesetzt wird – als kurze,  abgeschlossene Lerneinheit, als Selbsttest zur Überprüfung des Wissensstandes oder als ergänzende Übungsmöglichkeit“, resümiert Vollmer.

HR-Manager setzen auf Weiterbildungsengagement

Die jährliche Befragung von Personalverantwortlichen durch TNS Infratest wurde für 2013 bereits zum fünften Mal in Folge durchgeführt. Dabei stach ein weiteres Ergeb-nis ins Auge: Im  Fünfjahresvergleich stieg die Bedeutung von eigenverantwortlichem Weiterbildungsengagement merklich an. Geht es um den Erhalt eines Arbeitsplatzes ist aktuell 86 Prozent der Befragten Weiterbildung in Eigeninitiative wichtig bis äußerst wichtig. Im Vergleich zu 2009 (76 Prozent) stieg der Wert damit um insgesamt 10 Prozentpunkte an. Sollen einem Mitarbeiter Karrierechancen eröffnet werden, stieg der Anteil der Personalverantwortlichen, die auf Weiterbildungsengagement achten, um 9 Prozentpunkte (2009: 79 Prozent; 2013: 88 Prozent). Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter sind es aktuell 78 Prozent (2009: 74 Prozent). Gern gesehen sind Mitarbeiter, die sich per Fernunterricht weiterbilden. Denn rund 8 von 10 Befragten halten den berufsbegleitenden Fernunterricht für eine geeignete Form der berufsbegleitenden Weiterbildung.

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